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4. Tag

Heute sollte ich für die Pink Ribbon-Seite einen Text schreiben, drum gibt es hierihn in ungekürzter Form und nicht noch einen extra Bericht.
Hallo zusammen. Heute sind wir mit dem Motto gestartet: Durchkommen, trocken bleiben und die Sonne im Herzen tragen. Außerdem bin ich heute für alle meine Pinken Mädels gefahren, die noch in der Behandlungsphase drin stecken. Sie sollen aus meiner heutigen Erfahrung Kraft schöpfen können, denn es war heute ein sehr harter Tag für mich, ich hatte zu kämpfen, aber dank Hilfe von Reinhard, Doris (die später zu uns stieß) und Jens bin ich gut am Ziel angekommen. Natürlich nicht zu vergessen die kleinen Naturerlebnisse, die mir wieder Mut gaben, weiter zu radeln.
Nach einem schönem Frühstück im Schloßspeisesaal mit Blick auf die Elbe, sind wir heute früh bei Sonne gestartet.
Ich habe gehofft, dass die Tour nicht ganz so hart wird, nachdem vom Zimmer aus, es heute früh nicht so schlimm aussah. Aber es wurden nicht so einfache 40 km, bis das wir im Cafe eine Pause machten.
Ich sage nur Gegenwind, der war so kräftig, dass ich nicht mal mehr mir die Gegend ausschaute. Ich suchte nur noch das Hinterrad von Reinhard, um etwas im Windschatten fahren zu können. Stur und Star den Blick auf die Radtasche gerichtet, nur selten raufgeschaut. Glücklich über jede Sträucherreihe oder Häuser. Ich fand es toll, was ich dachte, sprach Reinhard aus: Danke du deutscher Wald, dass du uns Windschatten spendest, danke für Sträucher ..... Es tat so gut mal etwas verschnaufen zu können. Und dann kommt man wieder durch kleine Dörfer, die Strahlen so eine Ruhe aus. Kaum ein Mensch auf den Straßen, Sonnenblumen vor einigen Häusern, alte, teils schön hergerichtete Backsteinhäuser, tolle Kirchen aus Feldsteinen ..... Wisst ihr wie toll das aussieht, so ein altes Backsteinhaus und davor eine rote Rose, einfach ein toller Anblick! Und dann kommt man an einem Dorfbaum vorbei und es wird laut, Stare, die sich sammeln. Ich liebe es, wenn sie sich so lautstark "unterhalten"!
Und so gab es viele Kleinigkeiten, die mich weiter radeln ließen. Tja und nach 40 km gönnte ich mir eine leckere Belohnung! Im Café bestellte ich mir einen Eierliköreisbecher, bohh war der lecker!!! Ja und dann ging's weiter, der Wind änderte seine Richtung, die Sonne schien weiter, und wir kamen endlich besser voran. Vogelbeerbäume stehen am Rand, Obstbäume, mit Äpfel, Birnen und Pflaumen, Felder die abgeerntet werden. Es riecht nach frischer Erde, Kartoffeln liegen auf ein paar Feldern. Eigentlich könnte man sich hier seinen Hunger mit dem Obst stillen, ein paar Kartoffeln übern Feuer backen, so wie Reinhards Erinnerungen an die Kinderzeit sind. Ein paar Pflaumen haben wir probiert, die waren so lecker!
Und dann kam er doch, der Regen, als Doris uns entgegen kam. So lang haben wir uns vor ihm versteckt, sind ihm davon geradelt, aber er hat uns doch gefunden. Was macht man wenn es regnet? Doris schickt ihren Reinhard aufs Sonnenblumenfeld, zum Stiebitzen. Er pflückte uns zwei Sonnenblumen, übergab sie uns und schon kam die Sonne wieder heraus. Doris schenkte mir noch dazu einen Regenbogen, der rechts von uns auftauchte. Ich sag nur danke, danke, danke. Die letzten 20 km radelten wir zu viert bis ans Ziel. Selbst nach 80 km in die Beine hielt ich an, um Doris was zu zeigen. Als sie zumir kam zeigte ich ihr eine hellgelbe Raupe, mit langen Härchen und einen roten Puschel am Ende. Die krappelte vor mir übern Radweg, sie musste ich einfach fotografieren.
88 km zeigte dann mein Km-Zähler. Ich sag's euch ich bin stolz auf mich, soviel bin ich noch nie geradelt an einem Stück. Zwar weiß ich noch nicht, wie es mir morgen geht, das Treppe steigen fällt schwer, der Popo tut weh, die Schultern sind etwas verspannt ....., aber meine 3 Radgefährten sagten, morgen sind's nur 50 km, dass schaffst du locker, wir helfen dir, gemeinsam sind wir stark, ach ne er sagte gemeinsam sind wir unausstehlich :-) ich fühl mich einfach wohl in diesem Team, und ich versuche weiter durchzuhalten und zu kämpfen, so wie es meine Pinken Mädels tun, oder andere die sich durch den Behandlungsmaraton kämpfen. So schön wie mein ankommen war, so musste ich etwas Traurigkeit zulassen, als ich erfuhr, dass bei meiner Freundin, die Lungenmetastase wieder gewachsen ist. Ich wünsche ihr weiterhin viel Kraft um weiter zu kämpfen!!!! LG Regina


18.9.13 06:54
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sabine Stehr (18.9.13 18:57)
Hallo Regina, auch auf die Gefahr hin das ich mich wiederhol.. Ich bin begeistert wie gut du das schaffst. Es ist schön wenn man so eine starke Gemeinschaft ist und so tolle sachen schafft.... Ich hab dir ja gesagt dass du das schaffst...
Ich wünsch dir und deinen Teams weiterhin viel Kraft und viele tolle Eindrücke und Erlebnisse... Und auch Unterkünfte... Liebe Grüße Sabine


(19.9.13 21:55)
danke dir sabine

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