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6. Tag

Ich ahnte ja schon gestern, dass es heute heftig wird, aber, dass wir 100 km fahren würden, neee das hätte ich nicht geahnt!
Die ersten 15 km waren sehr schwer, hatte gestern vergessen meine Magnesiumbrausetablette zu trinken, auch vergessen mit einzureiben, und das hat sich gerächt. Nach 15 km schweren Beinen wurde es leichter und ich konnte wieder bequem mithalten mit meine zwei Mitfahrer.
In unserer ersten Pause, die mir die zwei gönnten, hatte ich eine Idee, die ich schnell umsetzte.



Ja Papa diese Etappe bin ich nur für dich gefahren :-) Alles Gute zum Geburtstag und ich hoffe du bist mir nicht zu sehr böse, dass ich nicht bei dir sein kann! Ich wäre am Samstag natürlich gern bei euch allen gewesen, aber .... Ich habe dieses Bild und noch eins wird in der Pink Ribbon Seite erscheinen, hoffe ich, nur für dich.
Ja und dann ging es weiter, das Wetter hielt durch, von 10 Grad in der früh, steigerte es sich mit der Sonne auf 16 Grad, glaub ich. Froh darüber, dass es nicht regnete, rollten wir so vor uns hin, immer mal wieder auf die Karte schauend, dem Navi nicht glaubend, so verlängerten wir damit unsere Tour freiwillig :-) Aber es sollte wohl so sein, denn in einem kleinen Ort, fragten wir einen Mann nach dem Weg. Es stellte sich heraus, dass es ein Pastor war, und erst in der Früh im Radio ein Bericht gehört hatte, von Blinden die sich so auf Brustabtasten spezialisierten. Von der Organisation, waren letztes Jahr zwei bei der Radtour dabei. Es entstand ein tolles Gespräch und wir übergaben ihm ein paar Pink-Ribbon-Fleyer.
Ein großer Teil unserer Tour führte uns an einem Gruppenübungsplatz entlang, viele Kilometer radelten wir, begleitet von Donner von die Panzer. Ich fand es nur etwas bedrückend, als wir dann an Stacheldrahtzäunen und Mauern vorbei fuhren und ich einen Soldat mit Maschinengewehr,oder so was in der Art, laufen sah. Wenig später hielten wir an einem Kriegsgefangenenfriedhof. Wahnsinn, wenn man sich überlegt, wieviele Menschen (50000 russische Kriegsgefangene) da begraben sind.
Ja und dann folgten die letzten 30 km. 10 davon gingen noch, da wo es bergab ging. Aber irgendwann geht es ja auch wieder berg auf. Und für mich sind das schon ein paar lange Berge, vorallem nach diesen Kilometern. Und dann radelt man, man wird immer langsamer, die Beine werden immer schwerer, man denkt nur ohoh noch so weit. Plötzlich seh ich wie Reinhard wendet, sich hinter mich wieder einordnet, und auf einmal anfängt mir Schwung zu geben, von hinten. Meter um Meter schiebt er von hinten, und wir kommen der Bergkuppe immer näher. Wahnsinn ich kann nur immer wieder danke sagen! So hat er mir über 2 oder 3 Berge geholfen. Doris ist ähnlich, sie schiebt zwar nicht, aber sie gibt einen mentale Stärke. Erzählt Geschichten, wie die von Bobo (glaub ich heißt er) dem Straßenkehrer. Er kehrt eine lange Straße Stück für Stück, Meter um Meter, ohne den Mut zu verlieren, obwohl die Straße so lang ist. Nimm dir ein Beispiel an ihm, sagt sie, radel, Meter für Meter, Stück für Stück um deinem großen Ziel näher zu kommen. Du schaffst es, sie macht Mut und strahlt so eine Energie und Lebensfreude aus....Ja und mitlerweile haben wir schon die 400 Kilometer-Marke überschritten. Ich bin stolz auf meinen heutigen Tag, bzw auf die letzten Tage. Auch wenn ich total kaputt war, als ich angekommen bin. Aber nun mittlerweile nach einem Essen beim Italiener mit unseren 5ten Teammitglied, Annette, die heute zu uns gestoßen ist und ab morgen mit uns radelt, geht es mir nun schon etwas besser.
Ja, das wars so in Kurzfassung.
100 km - 9 Stunden Rad fahren mit Pause - Popo, Knie, Beinschmerzen aber glücklich, es durch Hilfe der anderen geschafft zu haben. Gute Nacht
19.9.13 22:44
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Karola Achenbach (20.9.13 03:15)
RESPEKT,liebe Regina für diese Hammer Leistung.Hoffe,du hast gut geschlafen und Po und Beine sind wieder frisch.Wünsche dir für den heutigen Tag frische und leichte Beine,und viel Sonne im Herzen.
Liebe Grüße
Karo<3<3<3


Andreas (20.9.13 08:48)
meine Hochachtung, dass kann ich ja gar nicht mehr aufholen.


(20.9.13 19:19)
Respekt für Deine bisherigen Leistungen. Ich ziehe den Hut vor Dir (wenn ich einen auf hätte). Ich wünsche Dir auf jeden Fall weiterhin viel Kraft für Dein restliches Vorhaben.
Liebe Grüße aus dem Münsterland von Brigitte


(20.9.13 22:14)
Danke euch dreien, und ja die Sonne tragen wir im Herzen, und eine frische Sonnenblume auf dem Gepäckträger, und
Andreas ich glaub das schaffst du dieses Jahr wirklich nicht mehr :-)

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